Plagge.IT erleichtert Aufstellung und Evaluation von Gleichstellungsplänen

Plagge.IT erleichtert Aufstellung und Evaluation von Gleichstellungsplänen

Im Grundgesetz ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau verankert.

Doch diese juristische Formel führt nicht zu einer faktischen Gleichstellung, wie die Lebenswirklichkeit vieler Frauen zeigt.

So sind Frauen in höheren Positionen tendenziell unterrepräsentiert, auch beim Land NRW als Arbeitgeber. Zum Beispiel beträgt der Frauenanteil in der Besoldungsgruppe A13 64,6 Prozent, in der Gruppe A16 dagegen nur 27,4 Prozent. In den Spitzenpositionen (Besoldungsgruppe B5 und höher) macht der Frauenanteil sogar nur 24,6 Prozent aus.

Im Landesgleichstellungsgesetz für das Land NRW ist das Ziel formuliert, bestehende Benachteiligungen zwischen den Geschlechtern abzubauen. Ein Werkzeug hierfür sind die im Gesetz erwähnten jeweils drei Jahre gültigen Frauenförderpläne, in denen Maßnahmen definiert werden.

Ein Unterziel des Landesgleichstellungsgesetzes ist es, die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie zu verbessern. Im Gesetz wird als Maßnahme hierfür der Ausbau des Angebots an Teilzeitarbeit angeführt.

In Hochschulen besteht, gemäß Landesgleichstellungsgesetz, der Frauenförderplan aus einem Rahmenplan für die gesamte Hochschule und aus den Frauenförderplänen der Fachbereiche, der Verwaltung, der zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen und der zentralen Betriebseinheiten.

Aktuell wird der Begriff Frauenförderplan Zug um Zug durch den Begriff Gleichstellungsplan abgelöst.

Mit „Gleichstellungsplan.de“ bietet Plagge.IT nun ein webbasiertes Tool an, das die Erstellung von Gleichstellungsplänen sowie deren Evaluation erleichtert.

Es ermöglicht den Abschied von der dezentralen Zettelwirtschaft. Neben der Internetversion kann die Software auch auf einem Server im geschützten Intranet betrieben werden.

Als Erstanwender setzt die Fachhochschule Aachen dieses Tool ein.

Im Fall der Fachhochschule Aachen werden die Zielgruppen nicht nur nach Fachbereichen, sondern auch nach Statusgruppen, zum Beispiel „Lehrkräfte“, „Studierende“ oder „Externe“ unterschieden.

Eine Maßnahme für die Zielgruppe der Studierenden wäre zum Beispiel die Überprüfung der Studieninhalte unter Genderaspekten.

Trägt nun eine Gleichstellungsbeauftragte eines Fachbereichs eine Maßnahme in das Tool ein, können sich ihre Kolleginnen anregen lassen und diese Maßnahme für ihre Einrichtung beziehungsweise ihren Fachbereich ebenfalls übernehmen. Hierdurch werden bereichsübergreifende Auswertungen unterstützt.

Auch die Evaluation nach dem dreijährigen Zeitraum wird erleichtert. Interessierte können leichter einen Eindruck über die Wirksamkeit der Maßnahmen gewinnen.

So erleichtert „Gleichstellungsplan.de“ die Arbeit von Gleichstellungsbeauftragten.

Da zukünftig auch die Sparkassen, genau wie die Behörden des Landes und der Kommunen, uneingeschränkt an das Landesgleichstellungsgesetz gebunden sein sollen, wird die Zahl potenzieller Nutzer des Tools zunehmen.

Wer sich über die gesetzlichen Hintergründe sowie die Anforderungen an Gleichstellungspläne interessiert, findet auf dem Informationsportal „Gleichstellungsplan.info” weiterführende Informationen.

Quellen:

Die Zahlen haben wir der Pressemitteilung „Gesetzentwurf zur Neuregelung der Gleichstellung im öffentlichen Dienst geht in die Verbändeanhörung“ vom 10. März 2016 entnommen: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/gesetzentwurf-zur– neuregelung-der-gleichstellung-im-oeffentlichen-dienst-geht-die

Das Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz – LGG) kann abgerufen werden unter: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text? anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=2031&bes_id=4847

Über Plagge.IT:

Michael Plagge ist der Kopf hinter Plagge.IT. Er widmet sich seit über zwanzig Jahren der Entwicklung anwenderfreundlicher Software.

Begleitet von einer Ausbildung zum Mathematisch-technischen Assistenten an der RWTH Aachen, einem Bachelorabschluss der Fachrichtung Scientific Programming sowie mehreren Jahren Berufserfahrung ist er seit mittlerweile 15 Jahren selbstständig als Softwareentwickler tätig.

Durch die Zertifizierung zum DGQ-Qualitätsbeauftragten konnte er Einblicke in das prozessorientierte Qualitätsmanagement und die Anwendung der ISO9000-Normenfamilie gewinnen.

Kontakt:

Plagge.IT, Michael Plagge, Lothringer Str. 53 52070 Aachen
Tel.: +49 241 – 53 10 221
, www.plagge-it.de